SIBERIAN HUSKY: FCI - Standard Nr. 270 / 24. 01. 2000 / D 

ÜBERSETZUNG: Mrs J.Turnbull und Harry G.A.Hinckeldeyn.
URSPRUNG: U.S.A. DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARD : 02. 02.1995.
VERWENDUNG: Schlittenhund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 1 Nordische Schlittenhunde. Ohne Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Der Siberian Husky ist ein mittelgrosser Arbeitshund, schnell, leichtfüssig, frei und elegant in der Bewegung. Sein mässig kompakter, dichtbehaarter Körper, die aufrecht stehenden Ohren und die buschige Rute weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische Gangart ist fliessend und scheinbar mühelos. Er ist (nach wie vor) äusserst fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten in mässigem Tempo über grosse Entfernungen zu ziehen. Die Proportionen und die Form seines Körpers spiegeln dies grundlegend ausgewogene Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wieder. Die Rüden sind maskulin, aber niemals grob; die Hündinnen sind feminin, aber ohne Schwächen im Aufbau. Ein Siberian Husky in richtiger Kondition, mit gut entwickelten, straffen Muskeln, hat kein Übergewicht.
WICHTIGE PROPORTIONEN: - Die Länge des Körpers, gemessen vom Schultergelenk bis zum Sitzbeinhöcker, übertrifft ein wenig die Widerristhöhe. - Der Abstand von der Nasenspitze bis zum Stop ist gleich dem vom Stopp bis zum Hinterhauptsbein.
VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN): Das charakteristische Temperament des Siberian Husky ist freundlich und sanftmütig, aber auch aufmerksam und kontaktfreudig.
Er zeigt nicht die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes, noch ist er allzu misstrauisch gegenüber Fremden oder aggressiv gegenüber anderen Hunden. Von einem erwachsenen Hund darf ein gewisses Mass an Zurückhaltung und Würde erwartet werden. Seine Intelligenz, Lenkbarkeit und sein Eifer machen ihn zum angenehmen Begleiter und willigen Arbeiter.
KOPF :
OBERKOPF: Schädel: Von mittlerer Grösse und passend zum Körper, oben leicht gerundet und sich von der breitesten Stelle zu den Augen hin verjüngend. Stop : Gut ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL: Nasenschwamm: Schwarz bei grauen, lohfarbenen und schwarzen Hunden; leberfarben bei kupferfarbenen Hunden; bei rein weissen Hunden kann er fleischfarben sein. Die rosastreifige "Schneenase" ist zu akzeptieren. Fang: Von mittlerer Länge und von mittlerer Breite, sich zur Nase hin allmählich verjüngend, jedoch nicht spitz oder quadratisch endend. Der Nasenrücken ist gerade vom Stopp bis zur Nasenspitze. Lefzen: Gut pigmentiert und eng anliegend. Kiefer / Zähne : Scherengebiss. Augen: Mandelförmig, mässig auseinanderliegend und etwas schräg gelagert. Die Augen können braun oder blau sein, wobei ein braunes und ein blaues Auge sowie mehrfarbige Augen zu akzeptieren sind. Ausdruck durchdringend, aber freundlich, interessiert und sogar schelmisch. Ohren: Von mittlerer Grösse, dreieckig, eng beieinanderstehend und hoch angesetzt. Sie sind dick, gut behaart, hinten leicht gewölbt, absolut aufrecht stehend, mit leicht abgerundeten, aufgerichteten Spitzen.
HALS: Mittlere Länge, gebogen, im Stand stolz aufgerichtet. Im Trab ist der Hals so gestreckt, dass der Kopf leicht vorgelagert getragen wird.
KÖRPER : Rücken : Gerade und kräftig, mit vom Widerrist zur Kruppe waagerecht verlaufender oberer Linie. Er ist von mittlerer Länge, weder verhältnismässig kurz noch nachgebend wegen übermässiger Länge. Lenden: Straff und trocken bemuskelt, schmaler als der Rippenkorb und leicht aufgezogen. Kruppe: Abfallend, doch niemals so steil, dass der Schub der Hinterläufe beeinträchtigt wird. Brust: Tief und kräftig, aber nicht zu breit; der tiefste Punkt liegt unmittelbar hinter und auf gleicher Höhe mit den Ellenbogen. Die Rippen sind gleich am Ansatz an der Wirbelsäule gut gewölbt, an den Seiten aber flacher, um einen freien Bewegungsablauf zu erlauben.
RUTE: Die gut behaarte Rute in Form einer Fuchslunte ist knapp unterhalb der oberen Linie angesetzt und wird, wenn der Hund aufmerksam ist, üblicherweise in einem eleganten, sichelförmigen Bogen über den Rücken getragen. Dabei soll sich die Rute weder an der einen noch an der anderen Seite des Körpers ringeln, auch soll sie nicht flach auf den Rücken gedrückt werden. Eine hängende Rute ist normal, wenn der Hund ruhig und gelassen steht. Das Haar an der Rute ist mittellang und rundum annähernd gleich lang, wodurch die Rute wie eine runde Bürste aussieht.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND: Von vorne betrachtet, stehen die Läufe in mässigem Abstand auseinander, parallel und gerade. Die Knochen sind substanzvoll, aber nie schwer. Die Länge der Läufe vom Ellenbogen bis zum Boden ist etwas grösser als der Abstand vom Ellenbogen zum Schulterblattkamm. Afterkrallen an den Vorderläufen können entfernt sein. Schultern und Oberarm: Schulterblatt gut zurückliegend. Der Oberarm ist vom Schultergelenk zum Ellenbogen etwas nach hinten gerichtet und nie senkrecht zum Boden. Die Muskeln und Bänder, die die Schulterblätter am Rippenkorb halten, sind straff und gut entwickelt. Ellenbogen : Eng am Körper anliegend, weder ein- noch ausgedreht. Vorderfusswurzelgelenk: Kräftig, aber biegsam. Vordermittelfuss : Von der Seite betrachtet, leicht schräg gestellt.
HINTERHAND: Von hinten betrachtet stehen die Läufe in mässigem Abstand auseinander und parallel. Afterkrallen, falls vorhanden, sollen entfernt werden. Oberschenkel: Gut bemuskelt und kraftvoll. Knie: Gut gewinkelt. Sprunggelenke: Zeichnen sich gut ab und sind bodennah platziert.
PFOTEN: Oval, aber nicht lang, von mittlerer Grösse, kompakt und gut behaart zwischen den Zehen und Ballen. Die Ballen sind widerstandsfähig und dick gepolstert. Im natürlichen Stand zeigen die Pfoten weder nach innen noch nach aussen.
GANGWERK : Schwungvoll und scheinbar mühelos. Der Siberian Husky ist flink und leichtfüssig. Im Ausstellungsring sollte er an einer locker hängenden Leine in einem mässig schnellen Trab vorgestellt werden, dabei guten Vortritt und Schub zeigend. Der sich im Schritt bewegende Siberian Husky, von vorne nach hinten betrachtet, zeigt keinen bodenengen Gang; doch wenn er schneller läuft, tendieren die Läufe nach und nach zur Mitte hin, bis die Pfoten auf eine Linie gesetzt werden, die genau unter der Längsachse des Körpers verläuft. Wenn die Abdrücke der Pfoten sich decken, bewegen sich die Vorder- und Hinterläufe geradeaus gerichtet, ohne dass die Ellenbogen oder Kniegelenke weder ein- noch ausdrehen. Die Läufe bewegen sich parallel. Während der Bewegung bleibt die obere Linie straff und gerade.
HAARKLEID
HAAR: Das Haarkleid des Siberian Husky ist doppelt und mittellang, hat ein schönes, pelzartiges Aussehen, ist aber niemals so lang, dass es die klaren Aussenlinien des Hundes verdeckt.
Die Unterwolle ist weich und dicht und von genügender Länge, um das Deckhaar zu stützen. Die längeren, steifen Haare des Deckhaares sind gerade und etwas anliegend, nie harsch und nicht gerade abstehend vom Körper. Es sollte beachtet werden, dass das Fehlen der Unterwolle während des Haarwechsels normal ist. Das Kürzen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und um die Pfoten herum ist erlaubt, um ein gepflegtes Äusseres zu betonen. Das Trimmen des Haarkleides an jeder anderen Stelle sollte nicht geduldet und streng bestraft werden.
FARBE: Alle Farben von schwarz bis rein weiss sind erlaubt. Eine Vielfalt von Zeichnungen am Kopf ist üblich, einschliesslich mancher auffallender Muster, die bei anderen Rassen nicht zu finden sind.
GRÖSSE UND GEWICHT : Widerristhöhe : Rüden : 53,5 - 60 cm (21-23,5 ins). Hündinnen : 50,5 - 56 cm (20-22 ins).
Gewicht : Rüden : 20,5 - 28 kg (45-60 Pounds). Hündinnen : 15,5 - 23 kg (35-50 Pounds).
Das Gewicht steht im richtigen Verhältnis zur Widerristhöhe. Die genannten Grössen und Gewichte bezeichnen die äussersten Grenzen ohne einem Extrem den Vorzug zu geben. Übermässige Knochenstärke oder Übergewicht sollte bestraft werden.
Zusammenfassung : Die wichtigsten Rassemerkmale des Siberian Husky sind mittlere Grösse, angemessene Knochenstärke, harmonische Proportionen, leichte und freie Bewegungen, richtiges Haarkleid, ansprechender Kopf und ansprechende Ohren, korrekte Rute und gute Wesensart. Bestraft werden sollten zu schwere Knochen, übermässiges Gewicht, gebundene oder schwerfällige Gangart, langes, raues Haarkleid. Ein Siberian Husky sollte nie so schwer oder grob erscheinen wie ein Zughund, aber auch nicht so leicht und zart wie ein Rennhund. Rüden und Hündinnen sollen erkennen lassen, dass sie zu grosser Ausdauer fähig sind.
Ausser den oben erwähnten Fehlern sind morphologische Fehler, die alle Rassen gemeinsam haben, beim Siberian Husky ebenso unerwünscht, wie bei jeder anderen Rasse, auch wenn sie hier nicht besonders erwähnt sind.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist. • Schädel : Plumper oder schwerer Kopf; zu fein gemeisselter Kopf. • Stopp: Nicht genügend ausgeprägt. • Fang : Entweder zu fein oder zu grob, zu kurz oder zu lang. • Kiefer / Zähne : Jede Abweichung vom Scherengebiss. • Augen: Zu schräg oder zu dicht beieinander liegende Augen. • Ohren: Zu gross im Verhältnis zum Kopf; zu weit auseinanderstehend; nicht fest aufrechtstehend. • Hals : Zu kurz und dick, zu lang. • Rücken : Schwacher oder nachgebender Rücken; gewölbter Rücken; abfallende obere Linie. • Brust: Zu breit; tonnenförmiger Brustkorb; Rippen zu flach oder schwach. • Rute: Angedrückte oder enggeringelte Rute; sehr buschige Rute; Rute zu tief oder zu hoch angesetzt. • Schultern : Steile Schultern; lose Schultern. • Vorderhand : Schwacher Vordermittelfuss; zu schwere Knochen; zu enger oder zu weiter Stand; ausgedrehte Ellenbogen. • Hinterhand : Gestrecktes Knie, kuhhessig, zu enger oder zu weiter Stand. • Pfoten : Nachgebende oder gespreizte Zehen; Pfoten zu gross und plump, zu klein und zart; zeheneng oder zehenweit. • Gangwerk: Kurze, tänzelnde, elastische, schwerfällige oder rollende Gangart, kreuzend oder schräg laufend. • Haar : Langes, raues oder struppiges Haarkleid; zu harsche oder zu seidige Textur; getrimmtes Haarkleid, ausser an den erlaubten Stellen.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER : • Aggressiv oder ängstlich. • Rüden über 60 cm (23,5 ins) und Hündinnen über 56 cm (22 ins).
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
FCI-St Nr. 270
 

ALASKAN MALAMUTE: FCI -Standard Nr. 243 /05. 01. 2000 / D

ÜBERSETZUNG : Frau Elke Peper.
URSPRUNG : U.S.A.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 14. 08. 1996.
VERWENDUNG : Schlittenhund.
KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 1 Nordische Schlittenhunde. Ohne Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Der Alaskan Malamute ist einer der ältesten Schlittenhunde der Arktis und hat ein mächtiges, substanzvolles Gebäude mit tiefem Brustkorb und kräftigem, gut bemuskeltem Körper. Der Malamute steht in aufrechter Haltung auf seinen Pfoten und verkörpert mit seiner aufrechten Kopfhaltung und seinen Wachsamkeit, Interesse und Neugier ausstrahlenden Augen Stolz und grosse Bewegungsfreude. Sein Kopf ist breit. Die Ohren sind dreieckig und aufgerichtet, wenn seine Aufmerksamkeit geweckt ist. Der Fang ist massiv und verschmälert sich nur wenig vom Ansatz zur Nase hin. Er ist weder spitz oder lang noch kurz und dick. Das Haarkleid ist dick mit rauem Deckhaar von ausreichender Länge, um die Unterwolle zu schützen. Malamutes können verschiedene Farben haben. Typisch ist eine Kopfzeichnung, die sich wie eine Kappe über den Kopf erstreckt, wobei das Gesicht entweder völlig weiss ist oder einen Strich und/oder eine Maske aufweist. Die Rute ist gut behaart und wird über dem Rücken getragen; sie hat das Aussehen eines wedelnden Federbusches. Der Malamute muss schwere Knochen und leistungsfähige Läufe, gute Pfoten, einen tiefen Brustkorb, eine kraftvolle Schulterpartie sowie alle weiteren körperlichen Voraussetzungen aufweisen, die er braucht, um seine Arbeit effizient verrichten zu können. Seine Bewegung muss gleichmässig, harmonisch, unermüdlich und vollkommen effizient sein. Er wurde nicht als Renn-Schlittenhund für Geschwindigkeitswettbewerbe gezüchtet.
Der Malamute ist für Kraft und Ausdauer gebaut und jedes Merkmal, das Wesen eingeschlossen, das die Erfüllung dieses Verwendungszwecks beeinträchtigt, muss als sehr schwerer Fehler angesehen werden.
WICHTIGE PROPORTIONEN: Der tiefste Punkt des Brustkorbes befindet sich unmittelbar hinter den Vorderläufen, ungefähr auf der Hälfte der Widerristhöhe. Die Körperlänge, gemessen vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker, übertrifft die Widerristhöhe.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Der Alaskan Malamute ist ein anhänglicher, freundlicher Hund, kein "Ein-Mann-Hund". Er ist ein treuer, ergebener Begleiter, verspielt, wenn er dazu aufgefordert wird; vor allem beeindruckt er aber durch seine Würde, wenn er ausgewachsen ist.
KOPF: Breit und tief, weder grob noch unförmig; seine Grösse steht in gutem Verhältnis zur Gesamtgrösse des Hundes. Sein Ausdruck ist weich und zeigt seine liebevolle Veranlagung.
OBERKOPF / Schädel : Breit und mässig gewölbt zwischen den Ohren, zu den Augen hin allmählich schmaler und im oberen Bereich flacher werdend, zu den Wangen hin in einer Rundung verlaufend. Zwischen den Augen ist eine leichte Furche. Die Profillinien des Schädels und des Vorgesichts zeigen an ihrem Verbindungspunkt eine leichte Abweichung von der Geraden nach unten. Stop : Flach.
GESICHTSSCHÄDEL: Nasenschwamm: Bei allen Farbschlägen, ausser bei Rot, sind Nase, Lefzen und Lidränder schwarz pigmentiert. Bei roten Hunden ist eine braune Pigmentierung zugelassen. Eine mit einem helleren Streifen versehene "Winternase" ist annehmbar. Fang: Gross und massig im Verhältnis zum Schädel; er verjüngt sich leicht vom Ansatz zur Nase hin in Breite und Tiefe. Lefzen: Straff anliegend.
Kiefer / Zähne : Breite Kiefer mit grossen Zähnen. Scherengebiss. Vor- oder Rückbiss sind ein Fehler. Backen: Mässig abgeflacht.
Augen: Schräg eingesetzt, braun, mandelförmig und von mittlerer Grösse. Blaue Augen sind ein ausschliessender Fehler.
Ohren : Mittelgross, jedoch klein im Verhältnis zur Grösse des Kopfes. Sie haben die Form eines Dreiecks mit leicht abgerundeter Spitze. Sie sind weit voneinander an den Aussenkanten des hinteren Schädelbereichs auf einer Höhe mit den äusseren Augenwinkeln angesetzt, so dass der Eindruck entsteht, dass sie, wenn sie aufgerichtet sind, vom Schädel abstehen. Die aufgerichteten Ohren weisen leicht nach vorn, aber wenn der Hund arbeitet, werden die Ohren manchmal zum Schädel hin gefaltet. Hoch angesetzte Ohren sind ein Fehler.
HALS: Kräftig und mässig gebogen.
KÖRPER: Kompakt gebaut, wobei die Lendenpartie aber nicht zu kurz ist. Der Körper trägt kein Übergewicht, die Knochenstärke steht in gutem Verhältnis zur Körpergrösse. Rücken : In gerader Linie leicht zu den Hüften hin abfallend. Lenden: Fest und gut bemuskelt. Eine lange Lendenpartie, die den Rücken schwächen könnte, ist fehlerhaft. Brust: Gut entwickelt.
RUTE : In Verlängerung der Wirbelsäule mässig hoch angesetzt. Wenn der Hund nicht arbeitet, wird die Rute über dem Rücken getragen. Sie liegt weder flach auf dem Rücken auf, noch wird sie fest auf dem Rücken eingerollt getragen, noch ist sie so kurz behaart wie die eines Fuchses. Die Rute des Malamutes ist reich behaart und gleicht einem wedelnden Federbusch.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND: Die Vorderläufe sind starkknochig und stark bemuskelt; sie sind von vorn gesehen bis hinunter zum Vordermittelfuss gerade. Schultern: Mässig schräg gelagert.
Vordermittelfuss: Kurz und kräftig, von der Seite gesehen leicht schräg gestellt.
HINTERHAND : Breit. Von hinten gesehen stehen und bewegen sich die Hinterläufe auf einer Linie mit den Vorderläufen, weder zu eng noch zu breit. Afterkrallen an den Hinterläufen sind unerwünscht und sollten kurz nach der Geburt der Welpen entfernt werden. Oberschenkel: Sehr stark bemuskelt. Sprunggelenk: Mässig gewinkelt, tief stehend.
PFOTEN: Ähnlich einem "Schneeschuh", fest und tief, mit gut gepolsterten Ballen, fest und kompakt wirkend. Die Pfoten sind gross; die Zehen liegen eng beieinander und sind gut gebogen. Zwischen den Zehen wächst schützendes Haar. Die Ballen sind dick und strapazierfähig, die Zehennägel kurz und kräftig.
GANGWERK: Die Bewegung des Malamutes ist gleichmässig, harmonisch und kraftvoll. Er ist behende für seine Grösse und seinen Körperbau. Von der Seite gesehen lässt die Hinterhand starken Schub erkennen, der sich über die gut bemuskelte Lendenpartie auf die Vorderhand überträgt, die diesen Schub in gleichmässige, raumgreifende Schritte umsetzt. Von vorn oder hinten gesehen bewegen sich die Läufe geradlinig vorwärts, weder zu eng noch zu breit. Im schnellen Trab nähert sich die Trittspur der gedachten Mittellinie des Körpers. Ein gestelzter Gang oder jede sonstige Bewegung, die nicht vollkommen effizient und mühelos ist, muss bestraft werden.
HAARKLEID
HAAR: Der Malamute hat dickes, raues -keinesfalls langes, weiches - Deckhaar. Die Unterwolle ist dicht, ca. 2,5 bis 5 cm (1 bis 2 Inches) lang, ölig und wollig. Das Deckhaar variiert, ebenso wie die Unterwolle, in seiner Länge. Es ist relativ kurz bis mittellang an den Körperseiten, während es um Hals und Schultern, den Rücken hinunter, über der Kruppe, an den Hinterseiten der Oberschenkel und an der buschigen Rute länger ist.
Während der Sommermonate haben Malamutes gewöhnlich kürzeres, weniger dichtes Haar. Der Malamute wird in natürlichem Haarkleid gezeigt. Trimmung ist nicht erlaubt, mit Ausnahme der Pfoten, damit diese ordentliche Konturen haben.
FARBE: Die üblichen Farben sind Hellgrau bis Schwarz mit allen Zwischenschattierungen und Sable einschliesslich dessen zum Rot tendierender Schattierung. Farbkombinationen sind erlaubt in der Unterwolle, in der Kopfzeichnung und an den Übergängen zwischen den weissen Bereichen des Unterkörpers und der dunklen Körperfarbe. Die einzige erlaubte Einheitsfarbe ist Rein weiss. Weiss ist stets die vorherrschende Farbe an Unterkörper, Teilen der Läufe, den Pfoten, und Teilen der Gesichtszeichnung. Eine weisse Blesse auf der Stirn und/oder ein Kragen oder ein Fleck auf dem Nacken ist attraktiv und zulässig. Der Körper des Malamutes hat eine Mantelzeichnung; unterbrochene Farben, die sich über den Körper erstrecken, oder eine ungleichmässige Sprenkelung sind unerwünscht.
GRÖSSE UND GEWICHT: Es gibt eine natürliche Bandbreite in der Grösse dieser Rasse. Die erwünschte Grösse zum Lastenziehen ist bei Rüden: 63,5 cm (25 Inches).Widerristhöhe bei einem Körpergewicht von 38 kg (85 lbs.). Bei Hündinnen : 58,5 cm (23 Inches). Widerristhöhe bei einem Körpergewicht von 34 kg (75 lbs.). Die Bedeutung der Grösse sollte jedoch nicht über derjenigen von Typ, Proportionen, Bewegung und anderen funktional wichtigen Merkmalen stehen. Wenn Hunde zu beurteilen sind, die gleichwertig in Typ, Proportionen und Bewegung sind, muss der Hund, der der erwünschten Arbeitsgrösse am nächsten kommt, bevorzugt werden.
WICHTIGE ZUSAMMENFASSUNG: Beim Richten des Alaskan Malamutes muss seine Fähigkeit, als Schlittenhund in der Arktis schwere Lasten zu ziehen, höchste Priorität haben. Der Grad der Abwertung eines Hundes sollte von dem Ausmass abhängen, in dem der Hund von der Beschreibung des idealen Malamutes abweicht und in dem der jeweilige Mangel die Arbeitsfähigkeit des Hundes tatsächlich beeinträchtigen würde. Die Läufe des Malamutes müssen ungewöhnliche Stärke und gewaltige Schubkraft erkennen lassen.
Jegliches Anzeichen von eingeschränkter Leistungsfähigkeit der Läufe und Pfoten in Vorder- oder Hinterhand, sowohl im Stand als auch in der Bewegung, muss als schwerer Fehler angesehen werden. Solche Fehler wären Spreizpfoten, Kuhhessigkeit, ein schlechter Vor- der Mittelfuss, steile Schultern, mangelnde Winkelungen, ein stelziges Gang werk (oder jede andere Bewegung, die nicht harmonisch, kraftvoll und gleichmässig ist), Schlaksigkeit, Substanzlosigkeit, Schwerfälligkeit, mangelnde Knochenstärke und eine schlecht proportionierte Gesamterscheinung.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER : • Aggressiv oder ängstlich. • Blaue Augen.
Aggressiv oder ängstlich. oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden
 

GROENLANDHUND: FCI - Standard Nr. 274 / 21. 05. 2003 / D 

ÜBERSETZUNG: Frau Michèle Schneider, durch Frau Ruth Binder überarbeitet.
URSPRUNG : Grönland.
PATRONAT : Dänemark.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 25. 03. 2003.
VERWENDUNG : Schlittenhund.
KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 1 Schlittenhunde. Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Der Grönlandhund ist eine der ältesten Hunderassen der Welt. Er ist seit frühesten Zeiten von den Eskimos als Transport-und Jagdhund verwendet worden. Die Auswahl der Zuchthunde erfolgte hauptsächlich aufgrund von Eigenschaften wie Kraft, Robustheit, Zähigkeit und Ausdauer, wobei aber ein attraktives äusseres Erscheinungsbild ebenfalls angestrebt wurde. Mit seiner robusten Natur ist der Grönlandhund besonders geeignet für Leute, die ein Leben im Freien geniessen wollen. Er ist ein vorzüglicher Gefährte für Leute, die gerne durch Wälder und in den Bergen wandern, wobei der Hund ihre Ausrüstung zieht oder trägt.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Der Grönlandhund ist ein sehr kräftiger Polarspitz und so gebaut, dass er die nötige Ausdauer bei der harten Arbeit eines Schlittenhundes unter arktischen Bedingungen aufbringen kann. Eine gewisse Variation an Grösse wird akzeptiert, sofern dadurch die Leistungsfähigkeit und die Harmonie des Hundes nicht beeinträchtigt werden.
WICHTIGE PROPORTIONEN: Der Körper passt in ein kurzes Rechteck, wobei das Verhältnis der Widerristhöhe zur Körperlänge 10: 11 beträgt. Hündinnen dürfen einen etwas längeren Körper haben.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Die vorherrschenden Charaktereigenschaften des Grönlandhundes sind Energie, Beharrlichkeit und Mut. Er ist ein passionierter und unermüdlicher Schlittenhund. Menschen, auch Fremden gegenüber, verhält er sich freundlich; wenn er als Schlittenhund verwendet wird, ist er nicht an eine bestimmte Person gebunden und ist deshalb auch nicht als Wachhund geeignet. Er zeigt einen starken Jagdinstinkt für Seehund und Eisbär.
KOPF
OBERKOPF : Schädel : Breit und leicht gewölbt, am breitesten zwischen den Ohren. Stop : Deutlich, aber nicht stark betont.
GESICHTSSCHÄDEL: Nasenschwamm: Gross und von dunkler Farbe, der Farbe des Haarkleides entsprechend; oft leberfarben bei Hunden mit rot- goldenem Haarkleid. Im Winter darf er fleischfarben werden (Wechselnase). Fang: Keilförmig, am Ansatz breit, verjüngt sich zur Nase hin, ist aber nicht spitz. Der Nasenrücken ist vom Ansatz bis zum Nasenschwamm hin gerade und breit. Lippen: Dünn und straff, dem sehr kräftigen Gebiss eng anliegend. Kiefer / Zähne : Starke Kiefer mit regelmässig angeordneten, gesunden und kräftigen Zähnen. Scherengebiss. Augen: Vorzugsweise dunkel, können aber der Farbe des Haarkleides angepasst sein; leicht schräg gestellt, weder hervortretend noch zu tief eingebettet; freier, furchtloser Ausdruck. Augenlider gut anliegend. Ohren: Eher klein, dreieckig und an den Spitzen abgerundet; stramm aufrecht getragen. Sehr beweglich und ausdrucksvoll durch ihre jeweilige Haltung.
HALS: Sehr kräftig und eher kurz.
KÖRPER: Kräftig und ziemlich kompakt, nur geringfügig länger als die Widerristhöhe.
Obere Profillinie: Horizontal oder ganz leicht abfallend. Rücken : Gerade. Lenden : Breit. Kruppe: Leicht abfallend. Brust : Tief und breit, Rippenkorb jedoch nicht fassförmig. Untere Profillinie und Bauch: Folgt der Linie des Brustbeins. Darf etwas aufgezogen sein.
RUTE: Hoch angesetzt, dick und buschig. Sie wird bogenförmig gekrümmt oder leicht eingerollt über dem Rücken getragen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND: Von vorne betrachtet sind die Vorderläufe vollkommen gerade; kräftige Bemuskelung und schwerer Knochenbau. Schultern: Mässig schräg gelagert. Oberarm : Gerade und kräftig, etwas länger als das Schulterblatt. Ellenbogen: Frei beweglich, aber am Körper anliegend. Unterarm : Gerade und kräftig. Vorderfuss Wurzelgelenk : Kräftig und biegsam.
Vordermittelfuss: Kräftig und elastisch, nur leicht schräg gestellt. Vorderpfoten : Ziemlich gross, kräftig und rundlich, mit starken Krallen und Ballen.
HINTERHAND: Allgemeines: Von hinten betrachtet sind die Hinterläufe vollkommen gerade; starke Bemuskelung, schwerer Knochenbau, mässige Winkelungen. Schenkel : Kraftvoll und sehr muskulös. Sprunggelenk: Breit und kräftig, mässig gewinkelt. Hinterpfoten : Wie die Vorderpfoten.
GANGWERK: Ein leistungsfähiger, harmonischer, fliessender und unermüdlicher Trab ist für einen Schlittenhund höchst wichtig. Im Ausstellungsring sollte der Hund an loser Leine in einem gemässigten Trab vorgeführt werden, um den guten Vortritt der Vorderhand und
den kräftigen Schub aus der Hinterhand vorzuzeigen. Von vorne gesehen, zeigt der Grönlandhund im Schritt kein sog. « Schnüren », sondern erst mit zunehmender Geschwindigkeit konvergieren die Läufe allmählich, bis die Pfoten der Mittellinie folgen.
HAARKLEID
HAAR: Doppeltes Haarkleid : dichte und weiche Unterwolle sowie ein dichtes, glattes und harsches Deckhaar ohne Locken oder Wellen. Das Haar ist am Kopf und an den Läufen eher kurz, länger und reichlicher am Körper, lang an der Unterseite der Rute, was sie buschig erscheinen lässt.
FARBE: Alle Farben, ob ein- oder mehrfarbig, sind gleichermassen zulässig mit Ausnahme der Albinos; diese sind auszuschliessen.
GRÖSSE : Widerristhöhe : Für Rüden : 60 cm und mehr, für Hündinnen : 55 cm und mehr.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist. • Leichter Knochenbau. • Kurze Läufe, tief gestellter Körper. • Ängstlichkeit.
SCHWERER FEHLER : • Langes und weiches Haarkleid. • Ohren nicht straff aufrecht getragen.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER : • Aggressivität oder deutlich scheu.
• Albinismus . • Unterschiedliche Augenfarbe. • Blaue Augen oder Birkenaugen.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
 

 SAMOJEDE: (Samoiedskaïa Sabaka) FCI - Standard Nr. 212 / 09.01.1999 / D

ÜBERSETZUNG: Elke Peper.
URSPRUNG: Russland.
PATRONAT : Verband der nordischen Staaten (N.K.U.)
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 22. 07. 1997.
VERWENDUNG : Schlitten- und Begleithund.
KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 1 Nordische Schlittenhunde. Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Die Rassebezeichung « Samojede » ist von den Samojeden-Stämmen abgeleitet, die in Nordrussland und in Sibirien beheimatet waren. Die in den südlichen Teilen der genannten Regionen lebenden Stämme verwendeten weisse, schwarze und braune gefleckte Hunde zum Hüten ihrer Rentierherden; in den nördlichen Teilen waren die Hunde rein weiss und sanftmütig und wurden als Jagd- und Schlittenhunde eingesetzt. Die Hunde der Samojeden lebten in enger Beziehung zu ihren Eigentümern; sie schliefen sogar in deren Zelten und wärmten sie. Der britische Zoologe Ernest Kilbourne Scott verbrachte 3 Monate des Jahres 1889 bei den Samojeden-Stämmen. Bei seiner Rückkehr nach England brachte er einen braunen Rüdenwelpen mit Namen « Sabarka » mit. Später importierte er von der Westseite des Urals die cremefarbene Hündin « Whitey Petchora » und aus Sibirien den schneeweissen Rüden « Musti ». Diese wenigen Hunde bildeten zusammen mit den Hunden, die von anderen Forschern mitgebracht wurden, den Ursprung des Samojeden der westlichen Welt. Der erste Standard für die Rasse wurde im Jahre 1909 in England erstellt.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Ein mittelgrosser, eleganter, weisser arktischer Spitz, der den Eindruck von Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit, Würde und Selbstvertrauen gepaart mit Charme vermittelt. Sein charakteristischer Ausdruck, das sogenannte « Lächeln » des Samojeden, wird erzeugt durch die Kombination der Augenform und -stellung mit den in sanfter Kurve nach oben gerichteten Lefzen Winkeln. Der jeweilige Geschlechtstyp sollte deutlich erkennbar sein.
WICHTIGE PROPORTIONEN: Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe um annähernd 5 %, während die Tiefe des Körpers etwas geringer als die halbe Widerristhöhe ist. Die Länge des Vorgesichts entspricht in etwa der des Oberkopfes.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Freundlich, aufgeschlossen, munter und lebhaft mit sehr gering ausgeprägtem Jagdinstinkt. Keinesfalls scheu oder aggressiv. Sehr gesellig; als Wachhund ungeeignet.
KOPF : Kräftig und keilförmig.
OBERKOPF Schädel: Von vorn und von der Seite gesehen nur wenig gewölbt, am breitesten zwischen den Ohren. Die Furche zwischen den Augen ist wenig sichtbar. Stopp : Deutlich erkennbar, jedoch nicht zu ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL : Nasenschwamm : Gut entwickelt, vorzugsweise schwarz. Zu bestimmten Zeiten des Jahres kann das Nasenpigment verblassen bis hin zur sogenannten « Winternase »; die Nasenränder müssen jedoch stets dunkel sein. Fang: Kräftig und tief, ungefähr von gleicher Länge wie der Ober kopf; zur Nase hin allmählich schmaler werdend. Weder spitz und schwach noch schwer und quadratisch. Der Nasenrücken ist gerade.
Lefzen: Straff anliegend, schwarz und ziemlich fleischig. Die Lefzen winkel verlaufen in einer sanften Kurve nach oben und erzeugen so das typische « Samojeden-Lächeln ». Kiefer / Zähne: Regelmässiges, vollständiges Scherengebiss gemäss der Zahnformel mit kräftigen Kiefern und Zähnen. Augen: Dunkelbraun, gut in den Augenhöhlen eingebettet; ziemlich weit auseinander etwas schräg eingesetzt; mandelförmig. Der Ausdruck ist « lächelnd », freundlich, aufmerksam und intelligent. Ohren: Aufrecht, ziemlich klein, dick, dreieckig mit leicht abgerundeten Spitzen. Sie sollten beweglich sein und hoch und - infolge des breiten Schädels - gut voneinander entfernt angesetzt sein.
HALS : Kräftig und mittellang; stolz getragen.
KÖRPER: Etwas länger als hoch; tief und kompakt, dabei jedoch geschmeidig. Widerrist: Deutlich betont. Rücken : Mittellang, muskulös und gerade; bei Hündinnen etwas länger als bei Rüden. Lenden: Kurz, sehr kräftig und klar abgegrenzt. Kruppe: Voll, kräftig, muskulös, leicht abfallend. Brust: Breit, tief und lang, fast bis hinunter zu den Ellenbogen reichend, Rippen gut gewölbt. Untere Profillinie und Bauch: Mässig aufgezogen.
RUTE: Ziemlich hoch angesetzt. In der Bewegung oder in aufmerksamer Haltung wird die Rute vom Ansatz an über den Rücken oder zur Seite gebogen getragen, darf aber in Ruhestellung herabhängen und reicht dann bis zu den Sprunggelenken.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND: Allgemeines: Gut gestellt; muskulös mit kräftigen Knochen. Schulter: Lang, fest anliegend und schräg gelagert. Oberarm: Schräg gelagert, dicht am Körper anliegend. Ungefähr ebenso lang wie das Schulterblatt.
Ellenbogen: Dicht am Körper anliegend. Karpalgelenk: Kräftig, jedoch flexibel. Vordermittelfuss: Leicht schräggestellt. Vorderpfoten: Oval, flexibel, gerade nach vorn gerichtet; lange, gewölbte, nicht zu fest zusammengefügte Zehen. Elastische Ballen.
HINTERHAND: Allgemeines: Von hinten gesehen gerade und parallel stehend, sehr stark bemuskelt. Oberschenkel : Mittellang, recht breit und muskulös. Knie: Gut gewinkelt. Sprunggelenk: Ziemlich tiefstehend und gut gewinkelt. Hintermittelfuss: Kräftig, kurz, senkrecht und parallel gestellt. Hinterpfoten: Gleich den Vorderpfoten. Afterkrallen sollten entfernt werden.
GANGWERK: Kraftvoll, frei, mühelos erscheinend, mit weit ausgreifenden Schritten. Die Vorderhand zeigt guten Raumgriff, die Hinterhand viel Schubkraft.
HAARKLEID
HAAR: Üppig, dick, elastisch und dicht als idealer Schutz im Polarklima. Der Samojede hat doppeltes Haar mit kurzer, weicher Unterwolle und längerem, harscherem, glattem Deckhaar. Das Haar sollte um Hals und Schultern eine Mähne bilden, die den Kopf einrahmt und bei den Rüden besonders ausgeprägt ist. Auf dem Kopf und an der Vorderseite der Läufe ist das Haar kurz und glatt, auf der Aussenseite der Ohren kurz, schlicht und abstehend. Die Ohrinnenseiten sollten gut behaart sein. An der Rückseite der Oberschenkel bildet das Haar sogenannte « Hosen ». Zwischen den Zehen sollten schützende Haare wachsen. Die Rute sollte reich mit Haar bedeckt sein. Das Haar der Hündin ist oft kürzer und weicher in der Textur als das des Rüden. In jedem Fall sollte das korrekte Haar einen ganz besonderen schimmernden Glanz haben.
FARBE: Rein weiss, cremefarben oder weiss mit Biskuit, wobei die Grundfarbe weiss sein muss und nur einige wenige Biskuit-Abzeichen aufweisen darf. Keinesfalls darf das Haar blassbraun wirken.
GRÖSSE: Widerristhöhe : Ideale Widerristhöhe : 57 cm bei Rüden, 53 cm bei Hündinnen, wobei jeweils eine Abweichung von 3 cm nach oben oder nach unten toleriert wird.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist. • Sichtbare Gebäudefehler. • Leichte Knochenstruktur. • Feminine Rüden, maskuline Hündinnen. • Zangengebiss. • Gelbe Augen. • Weiche Ohren. • Tonnenförmiger Brustkorb. • Doppelt gerollte Rute. • Läufe zu kurz. • Stark gebogene Läufe, Kuhhessigkeit. • Am ganzen Körper welliges oder kurzes Haar; langes, weiches oder herabhängendes Haar. • Misstrauische Natur.
SCHWERE FEHLER : • Deutlich unpigmentierte Stellen an den Lid- oder Lefzen rändern.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER : • Aggressiv oder ängstlich. • Blaue oder verschiedenfarbige Augen. • Vor- oder Rück biss.
• Nicht aufrecht stehende Ohren. • Standardwidrige Fellfarbe.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.